Leben
Als Kind wusste ich noch nicht, das es Gut und
Böse gibt
Ich sah das schöne dieser Welt, Tage voller Sonnenschein und Wärme
Dann wurde ich größer, die ersten Wolken zogen auf in meiner ach so heilen
Welt
Ich begann zu lernen, das die Welt und das Leben nicht nur schön sind
Ich wurde erwachsen
So oft wurde ich verletzt, weil ich naiv an die Liebe glaubte
Eine Liebe, die gegenseitig wirkt
Das ist das Kind in mir, das ich nicht zum Schweigen brachte
Ich spielte meine Rollen
Die Freundin
Die Geliebte
Die Ehefrau
Die Mutter
Die "Heilige"
Die Hure
Die Frau die Karriere machte
Irgendwann fing ich an, an nichts mehr zu glauben
Sah den Scherbenhaufen, den ich Leben nannte
Dafür hab ich mich gehaßt
Ich fing an zu verändern
Dafür wurde ich gehaßt
Ich schüttelte alle diese Ich-Fassaden ab
Meine Blockaden
Sie hatten tiefe Wurzeln in mir, tiefe Wunden waren die Folge
Loslassen tut so schrecklich weh
Doch alle Wunden heilen mit der Zeit
Jeder Atemzug hat seinen Sinn, solang bin ich am Leben
Die Neugierde treibt mich weiter hinter die Fassaden zu sehen
Die Angst bringt mich nicht zum Schweigen
Ich glaube dran, solange es jemanden gibt, der mich nicht belügt
Leben
Mehr als Überleben
Ich dreh mich oft im Kreis, das weiß ich
Aber meinen Traum verlier ich nicht, er hält mich aufrecht
Solang bin ich am Leben, jeder Atemzug hat einen Sinn
Und das Kind in mir?
Ich bring es nicht zum Schweigen
und das ist gut so