Engel unter uns
Ein Engel kann schon jemand sein,
der mich hört, wenn ich ihn rufe.
der mir die Hand hält, wenn ich krank bin oder mich alleine fühle.
der mir mal sagt, wenn ich mich auf dem Holzweg befinde.
der mir schützende zur Seite steht.
der mir einfach so mal was hilft.
der nicht laut schreit, Engel sind leise.
an dem man sich mal festhalten kann.
der mir Wärme geben kann.
der mir meine Ängste nehmen kann.
der meine Augen zum Strahlen bringt, als wäre ich noch ein Kind
der mich für einen Augenblick Frieden spüren lässt
der mich die Sonne sehen lässt, um den Regen zu vergessen
der mir die Schleier von den Augen nimmt
der mich jeden Tag einen neuen Tag anfangen lässt
der mir was erscheinen lässt, was vorher nicht da war
der mich auch mal wieder auf den Boden zurückholt
der auch mal hinter die Fassade kuckt
der sich mit mir freuen kann, über den ich mich freue, einer der sich über mich freut
der mich auch mal positiv antreibt
der mir auch Türen öffnet, die verschlossen scheinen
der auch mal auf mich wartet, wenn ich nicht so schnell folgen kann
der mir ein Lächeln schenkt
der mir sagt: ich hab an dich gedacht
der mich akzeptiert, so wie ich bin
der mich weinen lässt
der mich spüren lässt, das jemand für mich da ist
Dann gibt es noch meine unsichtbaren Engel, die auf mich aufpassen, dass ich abends wieder heil heimkomme, am morgen erwache und was schönes geträumt hab. Diese unsichtbaren Engel flüstern mir Gedanken zu, wenn ich mal nicht weiterkomme, die innere Stimme eben, mein Gewissen. Sie wispern mir schöne Gedanken zu - Gedanken, die einfach so aus dem Nichts kommen, die mich begeistern, verzaubern, manchmal vielleicht auch traurig machen. Eigentlich alles, was ich auch über die sichtbaren Engel schrieb, nur das es dann aus mir kommt, ein Geschenk meines Engels.
Ich mag die Vorstellung von Engeln sehr gerne, vielleicht sind es ja auch Seelen, die mich mal mochten, die es jetzt nicht mehr gibt, die da um mich rumschwirren.
geschrieben in meiner Zeit als Mondlichtblume